Curriculum für IPSG II,
das integrierte psychosomatische Gesundheitstraining
(Stand Juni 2004)


 
Ausbildung zur/zum Pädagogin/en für psychosomatische Gesundheitsbildung

Seit Mai 1992 hat das Institut für Gesundheitspädagogik in Kooperation mit der Projektgruppe KSI im Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule München die weitere Betreuung des IPSG-Lehrangebots übernommen.

Zur Klärung von Fragen bezüglich des IPSG`s, bitten wir Sie, unter der Telefonnummer 089/ 637 10 12, uns in der Zentrale (München) oder in den Zweigstellen Nürnberg, Limburg, Hannover, Münster oder Jettingen anzurufen und uns Ihre Telefonnummer und Ihre Adresse mitzuteilen. Wir werden dann sobald wie möglich mit Ihnen Kontakt aufnehmen und Sie zunächst telefonisch ausführlich beraten. Siehe bitte dazu auch das Curriculum für die IPSG I (Marma-Yoga-Lehrerausbildung)
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Gliederung des Fernkursmaterials
Schriftliche Teile:
Die schriftlichen Teile sind nach der Reihenfolge der Lehrbriefe und nach dem Inhalt aufgeteilt.

Die Kennzeichnung 1-GG-1 schlüsselt sich dabei so auf, dass die erste Zahl 1- die Nummer des jeweiligen Lehrbriefes ist, GG weist das Fach Gesellschaft und Gesundheitsbildung aus und die folgende Zahl -1 den ersten Teil dieses Fachgebietes.

Die Signets am Rand der schriftlichen Teile weisen auf entsprechende Querverbindungen hin, die im Text mit der o.a. Kennzeichnung genannt sind.

Die schriftlichen Teile sind darüber hinaus so konzipiert, dass der fortlaufende Text über die rechten Seiten verläuft, während die linken Seiten ausschließlich Anmerkungen, Statistiken, Literaturangaben oder zusätzliche Informationen enthalten. Der Text kann also unter Vernachlässigung der linken Seite relativ rasch dem Inhalt nach durchgelesen werden oder unter Einbezug der linken Seiten gründlicher und ausführlicher bearbeitet werden. Die Stichworte an der rechten, oberen Ecke beziehen sich auf den Inhalt der betreffenden Seite.
Der Umfang der Fernstudienmaterialien entspricht 300 Unterrichtseinheiten im Direktunterricht.

Tonkassetten:

Die Tonkassetten stehen meist in Verbindung mit den schriftlichen Teilen und auf ihre Verwendung wird ebenfalls mit einem Signet am Rand der Textseiten hingewiesen.

Videokassetten :

Die Videokassetten sind mit VC-1 usw. durchnumeriert  und begleiten den Text bzw. die Arbeitsbögen.

 

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Präsenzphasen

Nach den bisherigen Erfahrungen müssen die Fernstudienmaterialien verbunden sein mit  Präsenzphasen, unter der Leitung eines erfahrenen  Dozenten. Sie können durchaus in größeren Abständen,  dann in Form von Blockseminaren, angeboten werden. Derzeit sind für das IPSG II-Programm wie für IPSG I 300 Unterrichtseinheiten in Präsenzphasen vorgesehen. Zusätzlich schätzen die Studenten eine wöchentliche Treff- und Fragemöglichkeit (z.B. durch Tutoren betreut). Aber auch 14-tägige und wöchentliche Präsenztermine haben sich - abhängig von den örtlichen Gegebenheiten - bewährt.
Der Gesamtumfang des IPSG II-Lehrgangs enthält 600 UE. IPSG I hat ebenfalls einen Umfang von 600 UE.


Selbstorganisierte Kleingruppen

Die Studenten werden häufig beim Studium der Materialien angeregt, in selbstorganisierten Kleingruppen mit Kollegen („Studiengruppen“) Fragen zu diskutieren, Aufgaben zu lösen, Kenntnisse zu vergleichen. Organisatorische Hilfen in den Präsenzphasen können Bildung sowie Funktionieren solcher Kleingruppen aus meist benachbart wohnenden Studenten stark fördern. Wenden Sie sich diesbezüglich an die zuständigen Leiter für die Durchführung der IPSG-Maßnahme in ihrer Gegend.


Evaluation

Die Evaluation bildet die Basis für eine laufende Verbesserung und Aktualisierung der Materialien. Die Studenten werden (ebenso wie die Dozenten) um Beurteilung, Bearbeitungsdaten usw. gebeten. Dozenten wie Tutoren und Teilnehmer werden merken, dass wir uns Mühe gegeben haben, schon von Anfang an die Struktur des Unterrichts durchlässig zu machen. 

Wir reflektieren schon die Szene, die der Dozent mit seinen Studenten inszeniert. Erläuterungen zur Konzeption, Begründungen für die Themenauswahl, Diskussionsanregungen, Erfahrungen über Schwierigkeiten, Fragen und Probleme der Studenten wollen wir in einer demokratischen Szene einsetzen. 

Durch gezielte Fragebögen wollen wir uns, die Dozenten und die Tutoren wie die Teilnehmer zur ständigen Reflexion ihres Verhaltens in der Gruppe und zum Abbau von gesundheitsschädigendem Verhalten motivieren, damit die Rede von Gesundheitsbildung in und für unsere Industriegesellschaft nicht leere Worte bleiben. 

Daher bitten wir alle Mitwirkenden, die Dozenten, wie die Tutoren und die Teilnehmer zur Aufgeschlossenheit und Mitarbeit an diesem Projekt.

 

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Medienverbund

Die Materialien FSM Fernstudien im Medienverbund -Sozialpädagogik sind so aufgebaut, dass sie inhaltlich wie organisatorisch der Problematik eines interdisziplinären Studiums Rechnung tragen. Die Themenbereiche entsprechen der Breite unseres sozialen Alltags, von der Ernährung bis zur Weltanschauung. Die Problematik eines psychosomatischen Gesundheitstrainings für den Alltag wird insbesondere in der Spalte „Gesellschaft und Gesundheitsbildung“ reflektiert. Beim Aufbau der Materialien haben wir versucht mehr induktiv und assoziativ vorzugehen, als deduktiv und formal logisch. Obwohl innerhalb der einzelnen Texte die formale Logik und die Analyse des Problems stark zum Vorschein kommt, ist in den Quellenverweisen die Assoziation zwecks der Übertragung einer Lösung aus einer Sphäre in eine andere ziemlich oft beansprucht worden. Wir erhoffen dadurch eine Erweiterung des persönlichen Horizonts der Teilnehmer und eine Schulung seines assoziativen Vermögens in Richtung Kreativität und Flexibilität bei der Bewältigung seiner Alltagsprobleme. Denn die Weitergabe von Erfahrung  durch künftige Multiplikatoren setzt voraus, dass sie diese Erfahrung  für sich selbst gemacht haben. Will das IPSG nicht ein rein akademisches Fach bleiben, so muß während der Ausbildungszeit schon seine Übertragbarkeit und sein Nutzwert für den Alltag in den Vordergrund gestellt werden. Wir haben diesen Grundsatz auch im Umgang mit den Medien zum Tragen gebracht. Wir motivieren unsere Teilnehmer, ihre Kritik an die verwendeten Medien anzubringen, die in einer Fernsehsendung verwendeten Stilmittel und Szenen zu reflektieren und ihre Hintergründe bloßzulegen. Auf diese Weise erhoffen wir, dass möglichst viele Alltagsszenerien zur Sprache kommen und reflektiert werden, damit ihre krankmachenden Potentiale erkannt und entschärft werden können.


Beispiel eines assoziativen Komplexes: Paket 1

In diesem Paket finden Sie Ausführungen zur Thematik „Gesellschaft und Gesundheitsbildung“, zu religionsphilosophischen Themen, Übungen für die Praxis, einen Fernsehfilm über die Szenerie im Yogaunterricht, einen Arbeitsbogen, in welchem der Teilnehmer wie der Dozent motiviert wird, sein Verhalten zu reflektieren. Einsendeblätter und Curricula.

 

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Wie kann man am FSM-Sozialpädagogik, Themenbereich IPSG teilnehmen?

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an das Institut für Gesundheitspädagogik München, Weidenerstr. 3, 81737 München:

  • Lebenslauf und bisherige Schulabschlußzeugnisse, Berufsabschlußzeugnisse (bitte nur Kopien),
  • kurze Beschreibung Ihres Interesses an diesem Lehrgang,
  • kurze Darstellung Ihrer Meinung über den Stellenwert des Yogas in der Gesundheitspädagogik,
  • ein Foto.

Nach der schriftlichen Bewerbung und vor Zulassung zum Lehrgang findet ein Bewerbergespräch und ein Auswahlverfahren statt. Bitte geben Sie zu Ihrer genauen Anschrift auch Ihre Telefonnummer und wenn ein Zugang vorhanden ist, auch Ihre e-Mail Adresse an (Angaben bitte per Computer oder Schreibmaschine machen).

Sollten Sie dazu noch Fragen haben, bitten wir Sie, mit uns indeer Zentrale (München) unter der Telefonnummer 089/637 10 12 Kontakt aufnehmen, oder wenden Sie sich an unsere ZweigstellenleiterInnen.

 

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Kosten und Zahlungsmodus

Dazu sehen Sie bitte auch die Aussschreibung für den IPSG I-Lehrgang bezüglich der Kosten für Geräte, die zusätzlich zur Bereicherung des Unterrichts eingesetzt werden.
Die gesamte Lehrgangsgebühr beträgt 2430,-- € für IPSG I und 2430,-- € für IPSG II (Änderungen vorbehalten) für 300 Unterrichtseinheiten in Präsenzphasen und das Fernstudienmaterial, das den Teilnehmern ausgehändigt wird. Teilnehmer, welche die Ausbildung im Institut für Gesundheitspädagogik, München absolvieren, entrichten die Gebühren für diesen Lehrgang direkt an dieses Institut in München. Ihnen wird ein Vertrag zur Unterschrift ausgehändigt und darin werden die Vertragsbedingungen genannt.

Für Teilnehmer in anderen Erwachsenenbildungsinstituten: Diese entrichten an das FSM-Projekt Sozialpädagogik beim Institut für Gesundheitspädagogik in München die für die Fernunterrichtsmaterialien entfallenden Gebühren von 920,-- € (Änderungen vorbehalten) und für die Präsenzphasen die Unterrichtsgebühren, je nachdem wie sie in den einzelnen Institutionen ausgeschrieben und vereinbart werden.

Wegen der unterschiedlichen Subventionsmöglichkeiten durch die öffentliche Hand in den verschiedenen Ländern, ist jeweils mit einer unterschiedlichen Gebühr für die Präsenzphasen zu rechnen.
Seit 2003 werden im Einklang mit neueren Entwicklungen auf dem Gebiet der Ergonomie und der betrieblichen Gesundheitsförderung einige neue von uns entwickelte Trainingsgeräte (shake-spear Aktivierungspedal und das Mudramanual) im Unterricht eingesetzt. Sollten die Teilnehmer am IPSG I-Lehrgang diese Geräte für sich privat für das Üben zu Hause oder am Arbeitsplatz besorgen wollen, so können sie sie über uns mit 10% Hörerrabatt beziehen. Der Besitz von diesen Geräten ist für die Teilnahme an den IPSG-Lehrgängen keineswegs Pflicht. Der Förderverein für Yoga und Ayurveda e.V. organisiert in seinen Zweigstellen Übungssäle, die mit solchen Geräten ausgestattet sind. Dort kann man für einen Unkostenbeitrag von 2 Euro pro Stunde an und mit solchen Geräten seine eigene Übungspraxis bereichern.

 

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Kurzlehrplan des Fernstudiums

 
„Integriertes Psychosomatisches Gesundheitstraining“ (IPSG):

Das Fernstudium im Medienverbund soll jeweils 50 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten als Präsenzphase für ein Lehrpaket anbieten, in welchem je ein Lehrbrief aus jeder Sparte enthalten ist.


Die Lehrinhalte werden in vier Hauptsparten angeboten:

  • Kerntheorie,
  • Kernpraxis,
  • Gesellschaft und Gesundheitsbildung,
  • Naturwissenschaftlich-biologische Grundlagen

Das Ineinandergreifen dieser Sparten, welches durch die Querverbindungen in der jeweiligen Thematik geschaffen wird, soll verdeutlichen, dass „körperorientierte Prozesse in der Gesundheitsbildung“ auch in Bezug zu gesellschaftlichen Spannungen zu sehen sind. Demnach sollen auch die naturwissenschaftlich-biologischen Grundlagen des Schmerzphänomens, des Zeitempfindens, der Sinneswahrnehmung und des menschlichen Handelns so geboten werden, dass ersichtlich ist, wie gesellschaftliche Normen Körperfunktionen unter Streß setzen können. Es soll auch auf der Grundlage der naturwissenschaftlich-biologischen Betrachtung menschlicher Körperfunktionen gezeigt werden, was Handlungskompetenz für menschliche Individuen in verschiedenen Situationen bedeutet.

In der Sparte Kerntheorie werden solche Themen von transkultureller Bedeutung behandelt, welche das Leib-Seele-Problem im allgemeinen und das spezielle Problem der psychosomatischen Gesundheitsbildung betreffen.

Paradigmatisch werden hier verschiedene Modelle des Verständnisses des Wesens des Menschen im Spannungsfeld „Individuum-Gesellschaft“ besprochen. Die aus solch sich ableitenden Elemente für die Praxis werden in Übungszyklen aufeinander abgestimmt und als Kernpraxis eines transkulturellen Systems der Gesundheitsbildung dargestellt.

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Kerntheorie

Unter dieser Rubrik sollen 9 Themenkreise behandelt werden :
  1. Die Erklärungsmodelle des Wesens des Menschen, 
    welche sein heutiges Verhalten in der 
    Gesundheitsbildung bestimmen;
  2. das Leib-Seele-Problem in den körperorientierten 
    Prozessen der Gesundheitsbildung;
    die Horizonte der Sinneswahrnehmung und der Handlung
    des Menschen;
  3. die Definition der Umwelt mit Hilfe körperlicher 
    Empfindungen (Intuition) oder das Verhältnis 
    der subjektiven Wahrnehmung der eigenen Kraft 
    zur subjektiven Zeiteinschätzung und die Möglichkeiten 
    des gesellschaftlichen Einflusses darauf;
  4. Verunsicherung als Verlust des inneren Standorts der Intuition;
  5. die Definition der Umwelt aus der Situation der
    Verunsicherung heraus;
  6. Knotenpunkte der Verunsicherung: Wach- und Warnposten
    des Körpers als Schnittpunkte verschiedener Funktionen;
  7. die Gewebsstruktur dieser Knotenpunkte (Marmas);
  8. die Beziehung dieser Knotenpunkte zum individuellen 
    Erlebnis von Zeit;
  9. Gesundheitsbildung mit Hilfe von Techniken zur Schaffung 
    eines Bollwerks gegen den gesellschaftlich erzeugten Stress 
    zielen auf Veränderung der Totalität der Funktionen in der
    Gesellschaft mit Hilfe des Körpers.

 

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Kernpraxis

Unter dieser Rubrik sollen 12 Übungsfolgen besprochen werden, in welchen Elemente aus verschiedenen Trainingsmethoden zusammengebracht werden, um das innere Gefühl für die Synchronisierung verschiedener Rhythmen des Körpers zu stärken. Ausgehen soll man in diesen Übungsfolgen von der Tatsache, dass das Nervensystem des Menschen selber durch seine Schizophysiologie gesellschaftlichen Prozessen die Möglichkeit der Sog- und Streßwirkung einräumt. Synchronisierung bedeutet demnach die Übereinstimmung verschiedener Funktionen des Nervensystems miteinander, so dass kognitive Tätigkeiten mit Emotionalität und unbewußten organischen Abläufen in Einklang gebracht werden.


Es sollen besonders Elemente aus dem Yoga, dem Autogenen Training, der Eutonie, der Atemtherapien, der ostasiatischen Kampftechniken (besonders Fall-, Schlag- und Ausweichtechniken) verwendet werden.

Ziel der Übungen ist das Erlernen der Beobachtung des Angriffs der gestalteten Umwelt auf innerkörperliche Prozesse und der Techniken zur Abwehr des gesellschaftlichen Sogs im Rollenwechsel.

 

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Gesellschaft und Gesundheitsbildung

Unter dieser Rubrik werden wiederum 12 Themenkomplexe angesprochen:
  1. die Verbalisierung gesellschaftlicher Spannungen und die 
    Möglichkeiten der Ermittlung des eigentlichen Bedürfnisses
    hinter dem sprachlichen Ausdruck;
  2. der gruppendynamische Ansatz in der Gesundheitsbildung;
  3. kritische Theorie und körperorientierte Prozesse in der
  4. Gesundheitsbildung;
  5. Hypostasierungen gesellschaftlicher Spannungen in 
    Leib-Seele-Theorien: Beispiele aus der frühen Geschichte
    des Christentums; der Ansatz der „kritischen Theorie“ 
    wird im Fortleben der biblischen Einstellung zum Körper
    im christlichen Denken gesehen: Der Körper ist als soziale 
    Wirklichkeit zu sehen.
  6. das Beispiel als Hypostasierung gesellschaftlicher Spannungen
    im Mischparadigma der Theosophie;
  7. die Verwendung des Schmerz-Zeit-Paradigmas zur Lösung
    des Leib-Seele-Problems in der Sozialtherapie;
  8. der existenztheoretische Ansatz der Aktionsforschung in der
    Sozialarbeit; hier sollen die Versöhnungversuche von
    M. Heideggers Philosophie mit der Kritischen Theorie erörtert 
    werden;
  9. die Ähnlichkeiten der Struktur der Zeiterfahrung im modernen
    Wirtschaftssystem und in den alten Medizinsystemen Indiens
    und in Yoga; es soll dabei erhellt werden, wieso der moderne 
    Abendländer für Medizinsysteme empfänglich ist. welche die 
    Erhaltung eines labilen Gleichgewichts im menschlichen
    Organismus eher anstreben als die radikale Zerstörung von
    Krankheitserregern. Hier soll eine kurze Auseinandersetzung
    mit der historischen Verhaltensforschung stattfinden, 
    nämlich in Bezug auf die Theorien zum Ausgangspunkt der
    Aktivität des modernen Menschen, wenn er sich mit 
    außereuropäischen Körpertechniken beschäftigt;
  10. Individualität und Autorität in Zusammenhang mit der Entwicklung
    der Rationalität im Arbeitsprozeß; hier sollen auch die Einflüsse
    der protestantischen Ethik auf die esoterischen Theorien des 
    ausgehenden 19. Jahrhunderts erläutert werden; besonders soll
    auf den Zusammenhang von Pflicht gegenüber der Allgemeinheit
    und Verzicht auf individuelles Glück in diesen Theorien
    (Theosophie, Anthroposophie und Nationalsozialismus)
    eingegangen werden;
  11. klassische Mißverständnisse des Erlösermythos im kollektiven 
    religiösen Wahn - die Entkörperung des Psychotikers als
    Höhepunkt der Spannung zwischen individuellem Glück und
    Pflicht gegenüber der Sozietät : der Fall Krishnamurti;
  12. Abgrenzung des Ansatzes der Körperarbeit in der Sozialtherapie
    vom Ansatz des Körpertrainings im Leistungssport; hier wird auf
    die unterschiedlichen Zielsetzungen der beiden Disziplinen 
    eingegangen;
  13. Sucht und Behinderung im gesellschaftlichen Kontext. Hier soll
    auf die Problematik der Sucht und der Behinderung in einer an 
    Fortschritt glaubenden Gesellschaft gegangen werden. Es soll
    gezeigt werden, wie „körperorientierte Prozesse in der
    Sozialtherapie“ zum Abbau des gesellschaftlichen Sogs
    beitragen könnten.

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Naturwissenschaftlich-biologische Grundlagen

Hier wiederum werden 12 Komplexe behandelt:

  1. das Phänomen der menschlichen Zeiterfahrung aus der Sicht
    der modernen Physiologie;
  2. das Phänomen Schmerz und das Schmerzssystem des
    menschlichen Körpers;
  3. das schmerzstillende System: Endorphine, körpereigene Opiate
    und Opioidpeptide;
  4. der Einfluß des Schmerz- und schmerzstillenden Systems auf
    die menschlicher Erfahrung von Zeit;
  5. das Schmerzsystem in Zusammenhang mit verschiedener Regulation: 
    die Temperatur-, Herzrhythmusregulation, Regulation der 
    Blutsenkungsrate, des peripheren Hautwiderstandes und des 
    Augeninnendrucks wird in Zusammenhang mit der ayurvedischen 
    Theorie von den fünf Agnis besprochen;
  6. die ayurvedische Lehre von der Krankheit als Bedrohung durch
    „Erde, Wasser, Feuer, Luft oder Raum“ wird anhand von
    Merkmalen der Empfindungen des lebendigen Körpers erläutert
    und der naturwissenschaftlich-medizinische Hintergrund für die 
    einzelnen Erscheinungen unterbreitet;
  7. es werden die 107 Marmas des ayurvedischen Systems in 
    Zusammenhang mit dem nozizeptiven Blockierungseffekt der
    Erlebnis- und Handlungsfähigkeit eines Menschen erläutert;
  8. die Marmas in den Muskeln werden in Zusammenhang mit den 
    Haltungsrezeptoren erläutert;
  9. so auch die Marmas in den Sehnen und Bändern;
  10. die Marmas in den Knochen und
  11. in den Blutgefäßen werden in Zusammenhang mit den
    schmerzerzeugenden Substanzen im Blut erläutert
    (Serotonin in den Blutplättchen);
  12. die Sehnen-Marmas werden in Zusammenhang mit Schnittpunkten
    von Strahlungskreisen der anderen vier Gruppen von Marmas
    erläutert.
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Prüfungen

Gewährleisten die ausgefüllten Rückantwortbögen, die gruppendynamischen Spiele der Präsenzphasen und die aktive Teilnahme am Unterricht in den Präsenzphasen und in den Tutorentreffen den einwandfreien Eindruck des Lernerfolgs, so kann auf Zwischenprüfungen verzichtet werden; diese sind nur im Falle des Zweifels am Lernerfolg beim Teilnehmer erforderlich.

Als Abschlußprüfung ist eine Zulassungsarbeit (ca.50 Seiten DIN A4) und ein Kolloquium mit einem Prüfungsgremium des Instituts für Gesundheitspädagogik München vorgesehen. Bei diesem Kolloquium sollen die Kandidaten einzeln oder in kleinen Gruppen darstellen, wie sie das Erlernte in ihrer eigenen beruflichen Praxis einzusetzen gedenken.

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